☆ Zum Jahresende ☆
Wenn draußen still die Wege werden Und Dunkelheit die Tage hüllt, Beginnt im Innern neues Werden, Das leise keimt und Kräfte füllt. Was war, darf ruhn im Zeitenlauf, Was kommt, hebt langsam an zu gehn. So schließt sich ein Jahresbogen auf, Um neu im Licht voranzugehn.
-Autor Unbekannt-
☆ Ihr Lieben, ☆
☆Ein weiteres Jahr neigt sich seinem Ende zu. Entgegen der oft gehegten Vorstellung sind die Tage vor Weihnachten jedoch selten von Ruhe getragen – vielmehr verdichten sie sich, werden voller, fordernder, manchmal bis an die Grenzen des eigenen Vermögens.
Und doch lebt gerade in dieser Dichte die leise Sehnsucht nach Innehalten, nach Atemholen und nach einem bewussten Rückblick auf das, was gewesen ist.
☆Das vergangene Jahr war reich an Erfahrungen. Es brachte Momente des Gelingens und des Aufblühens, ebenso wie Zeiten der Anspannung, des Zweifelns und der inneren Arbeit. Jede und jeder hat auf eigene Weise sein Bestes gegeben. In diesem gemeinsamen Ringen ist spürbar geworden, dass wir als Gemeinschaft gewachsen sind – nicht trotz, sondern gerade durch die Aufgaben, die uns begegnet sind.
☆Mit großer Dankbarkeit blicken wir auch auf den Sophiengrund, der im Laufe dieses Jahres mehr und mehr zum Leben erweckt wurde. Durch viele -wie es schien- unerschöpfliche Hände, durch Hingabe, Ausdauer und Gestaltungswillen ist ein Ort entstanden, der Wärme, Schönheit und Lebendigkeit ausstrahlt. Er trägt die Handschrift vieler Individualitäten und ist Ausdruck dessen, was gemeinsames Wirken vermag.
☆Gemeinsames Leben und Wirken entfalten sich durch Menschen mit ganz unterschiedlichen Prägungen, Fähigkeiten und Eigenarten. Jede Individualität bringt ihre besondere Farbe ein, ihre Stärken ebenso wie ihre offenen Entwicklungsräume. Gerade in dieser Vielseitigkeit ruft uns die Herausforderung zum Wachstum. Sie dient uns als ein bewusster Übungsweg, den wir auch im kommenden Jahr weitergehen wollen – getragen von der inneren Arbeit jedes Einzelnen und vom gemeinsamen Ringen um eine einander wohlwollend zugewandte, lernende Gemeinschaft.
☆Unendlich dankbar sind wir all den besonderen Menschen, die wir begleiten dürfen. Sie bereichern unseren Alltag auf eine tiefe Weise. Sie lehren uns Geduld, Echtheit, Gegenwärtigkeit und erinnern uns immer wieder an das Wesentliche. Durch sie werden wir herausgefordert und zugleich beschenkt – menschlich wie geistig.
☆Es gab viele lichtvolle Augenblicke: gemeinsame Feste, kleine und große Erfolge, herzliche
Mails und Begegnungen, die berührt haben und in denen Verbundenheit spürbar wurde. Diese Erfahrungen nähren uns und unsere Gemeinschaft und leuchten von innen heraus in die Zukunft. ☆
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Mit dem Blick auf das kommende Jahr laden wir Euch ein, diesen Weg weiterhin mit Offenheit, Mut und innerer Wachheit zu gehen. Mögen wir die Herausforderungen als Entwicklungsmöglichkeiten begreifen und die lichtvollen Kräfte bewusst pflegen, damit sie uns auch in bewegten Zeiten Orientierung schenken.
Wir wünschen Euch und Euren Liebsten eine gesegnete Weihnachtszeit, Momente des Rückzugs und der Erneuerung – und einen kraftvollen, hoffnungsvollen Beginn des neuen Jahres
☆ In herzlicher Verbundenheit, Euer Gemeinschaftswesen ☆

