Solidarische Landwirtschaft (CSA)

Was ist Solidarische Landwirtschaft?

Kartoffelernte Herbst 2016

Das Konzept des „gemeinsamen Landwirtschaftens“ entstand in den 1960er Jahren in Japan („Teikei“). Unabhängig davon entwickelten sich ab ca. 1980 erste „solidarische Höfe“ im deutschsprachigen Raum und in den USA („Community Supported Agriculture“, kurz CSA).

Bei der Solidarischen Landwirtschaft kooperiert eine Gruppe von Verbrauchern mit einem (meist) ökologisch wirtschaftenden Hof. Landwirte bzw. Gärtner und Verbraucher gehen eine Verbindung ein, von welcher beide Seiten profitieren:

Der Verbraucher erhält gesunde Lebensmittel, die nachhaltig und transparent auf dem Hof erzeugt werden und trägt zur Entwicklung der ökologischen Landwirtschaft bei. Der Erzeuger hat Planungssicherheit, erhält Unterstützung sowie ein verlässliches Einkommen und seine Ernte findet auf jeden Fall Abnehmer. Eine entsprechende Vereinbarung zwischen Verbraucher und Hof wird in der Regel für ein Jahr getroffen.

Der Hof ernährt die Menschen und alle teilen sich die damit verbundene Verantwortung, das Risiko, die Kosten und die Ernte. In einer Solidarischen Landwirtschaft gewinnen alle Beteiligten von dieser Beziehung: die Mitglieder, der Erzeuger, der Hof (die Erde) und die sie alle umgebende Region.

Letztlich geht es bei der Solidarischen Landwirtschaft auch ein Stück darum, bestehende (Markt)Strukturen in Frage zu stellen und alternative Wege zum „konventionellen Konsumismus“ zu finden und zu unterstützen.

Wie machen wir Solidarische Landwirtschaft?

Wir möchten unsere kleine Landwirtschaft auf dem Luisenhof nicht nur zur eigenen Versorgung betreiben, sondern die Ernte mit Menschen teilen, die auf Regionalität und ökologische Qualität der Lebensmittel achten wollen und denen gleichzeitig Verbindung wichtig ist: eine Verbindung zu den Menschen, die das Gemüse für sie anbauen, zu dem Land, auf dem es wächst, zum Hof, der dafür den Rahmen bietet.

Unsere eigenen und die gepachteten Flächen werden seit 2012 biologisch-dynamisch bearbeitet und eine Zertifizierung nach den Demeter-Richtlinien steht an. Ganz besonders wichtig ist uns die Pferdearbeit im Gemüsebau. Hierfür stehen uns zwei Arbeitspferde (Schwarzwälder Fuchs) zur Verfügung. So kann nicht nur der Boden schonend bearbeitet werden, sondern es werden auch fossile Ressourcen gespart.

Mit der Fläche von etwa einem Hektar, die uns derzeit für den Gemüsebau zur Verfügung steht, haben wir die Kapazität, ca. 80 Menschen (mit Gemüse) zu versorgen. Jahreszeitlich bedingt unterliegt die Vielfalt und Menge des Gemüses den natürlichen Schwankungen.

Für die Mitgliedschaft in der Solidarischen Landwirtschaft wird monatlich ein gleichbleibender Beitrag erhoben, wobei sich der Verbraucher i.d. R. verbindlich jeweils für ein ganzes (Gärtner)Jahr entscheidet. Einmal wöchentlich stellen wir die Ernte zur Abholung bereit.

Wir legen Wert darauf, dass die Mitglieder etwa viermal im Jahr zu einem Arbeitseinsatz auf den Hof kommen, sodass gemeinsam gepflanzt, geerntet und gefeiert werden kann - zur Stärkung der Verbindung untereinander. Darüber hinaus besteht nach Absprache jederzeit die Möglichkeit, im Gemüsebau mitzuhelfen und so einen Bezug von der Saat bis zur Ernte des Gemüses zu bekommen.

Feldarbeit mit Pferden

Wie kann man dabei sein und mit-landwirtschaften?

Nehmt Kontakt zu uns auf, kommt vorbei, schaut euch um und schließt die Vereinbarung mit uns ab. Und schon seid ihr Mitglied in unserer Solidarischen Landwirtschaft!

Die Kosten für einen Ernte-Anteil (Menge für eine erwachsene Person) betragen derzeit je nach eigenen finanziellen Möglichkeiten 40-50 € im Monat. Kinder werden nicht berechnet. Das Gemüse wird zur Zeit an folgenden Abhol-Stationen bereitgestellt (die genauen Konditionen bitte erfragen):

  1. Langenchursdorf, Luisenhof
  2. Chemnitz, Parzival-Schule (Stadtteil Borna)
  3. und vielleicht auch bald in eurer Nähe...

 

Wir freuen uns auf interessierte Menschen, die mehr erfahren möchten. Melden Sie sich gern, wenn Sie Fragen haben.

Ansprechpartnerin:

Karin Kramer

Tel. (037608)36565

E-Mail solawi@luisenhof-gemeinschaft.de